Sonntagspost: Über neue Freundschaften an alten Orten

Sonntag, 9. November 2014

In jeder Lebensphase gibt es die Menschen, die man mag. Die schon irgendwie sympathisch sind. Man geht mit ihnen gemeinsam einen Café trinken, ein Eis essen, findet gemeinsame Interessen und lacht zusammen. Nach Wochen stellt man fest, dass man sich richtig gut versteht. Nach Monaten sagt die eine "Du bist meine beste Freundin geworden.". Das ist einer der schönsten Sätze der Welt. Man weiß, dass man nicht allein durch's Leben geht, Höhen und Teifen gemeinsam überwindet.
Doch jede Lebensphase hat ein Ende. Man muss Entscheidungen treffen, neue Wege gehen. Doch die richtig guten Freunde bleiben. Man sieht sie immer wieder nach Monaten und es ist, als wäre man nie getrennt gewesen.

Eine andere Lebensphase. Ein Ort, den man irgendwie kennt, denn man ist ja nicht ohne Grund genau hier her gezogen. Doch obwohl man den Ort kennt, fehlt die Verbundenheit. Zuhause fühlt man sich dort, wo geliebte Menschen sind. Hier lernt man wieder viele Leute kennen. Findet einzelne sympathisch, geht einen Café trinken, lernt sich kennen.  
Bei ein paar Mädchen hat man das Glück, dass sie dich verstehen. Es beginnt die Zeit, in der sie sehen, wenn es dir nicht gut geht. Oder auch, wenn du überglücklich bist. Es trennt sich die Spreu vom Weizen. Der Bekanntenkreis ist groß. Doch nach ein paar Monaten weiß man, wer nur Bekannte sind und wer die wahren Freundinnen sind. Das sind die, mit denen du dich zum Brunchen triffst und um 17 Uhr feststellst, dass das Frühstück immer noch auf dem Tisch steht. Findet man eine Mädelsrunde (wie die in Sex and the City), dann weiß man, dass man zuhause ist.


Ich möchte Danke sagen. Danke, an das Mädchen, dass mir in der neunten Klasse gesagt hat "Du bist meine beste Freundin". Die mich in und auswendig kennt. Die per Whatsapp merkt, ob es mir gut geht. Die ich liebe.
Und Danke an die Mädchen, die nun in dem Lebensabschnitt da sind, in dem man die Familie nur noch selten sieht. Die mir jedes Wochenende versüßen und mir ein Zuhause geben.


Kommentare:

Über einen lieben Kommentar freue ich mich immer sehr. Auch Kritik ist super. Aber hier geht alles mit ganz viel Liebe zu, also nett sein! :)